Bibelseminar 2016

Im April diesen Jahres fand das Bibelseminar im Kloster Triefenstein mit 60 Teilnehmern statt.

Und hier nun mein Kurzbericht.

Ich habe mir lange überlegt was ich schreiben soll und bin zu dem Entschluss gekommen, das ein typischer

Bericht über Wo, Wie, Was und Wer nichts darüber ausdrücken knn, wie ich das ganze erlebt habe.

Schließlich waren es meine ersten Tage in einem Kloster und meine erste Zusammenkunft mit so vielen

Freundeskreislern, von denen ich niemanden kannte.

Die Ankunft im Kloster war schon bemerkenswert, alleine - vor einem riesigen blauen Tor mit der Frage wohin.

Gott sei Dank half Rainer, wie sich später rausstellte ebenfalls ein Freundeskreisler und nun ein guter Freund.

Er klingelte einfach und fast magisch öffnete sich das Tor. Auf zum Empfang wo ich mit lautem Hallo, freudigem

Lächeln, "Wie geht´s Dir?", "Schön das Du da bist" empfangen wurde, als wenn ich schon immer dazugehören

würde. Ich kann nur sagen, ich habe mich nicht eine Sekunde fremd gefühlt - irgendwie fühlte ich ein

Ankommen, hier bin ich, hier darf ich einfach sein. Freundeskreis eben. Ich muss dazu sagen, dass es mir in

den Wochen davor nicht wirklich gut ging.

Mit 59 Freundeskreislern beschäftigte ich mich in den nächsten Tagen mit den guten Zeichen, den Wundern im

neuen Testament. Peter, der Leiter vom Bodenseehof, brachte uns/mir die Worte Gottes auf so anregende

Weise in die Gegenwart, das ein Bezug zum Hier und Heute nicht schwerfiel. Es machte Spaß, sich in den

darauf folgenden Gesprächsgruppen damit auseinander zu setzen, wobei unsere eigenen Themen immer mit

einflossen.

In der Freizeit konnte man zu Wanderungen aufbrechen, fleißig singen und sich bei einem gelungenen

Fotoshooting lustig verkleiden. Wobei auch hier der Einzelne durchaus seine Rückzugsmöglichkeiten hatte und

seine eigenen Wege gehen konnte. Für mich z.B. war es wichtig, wieder zu mir zu kommen - Örtlichkeiten gab

es dafür genügend. Auch für Gespräche war immer jemand da, der ein offenes Ohr hatte, einschließlich der

Brüder vom Kloster Triefenstein, die ich hiermit herzlichst erwähne.

Der Schlussgottesdienst mit Abendmahl in der wunderschönen Kirche trieb so manchem dicke Tränen in die

Augen (mir auch). Ein unvergessliches Erlebnis, wie man in so kurzer Zeit zusammenfinden kann und welche

Kraft es mir gegeben hat und immer noch gibt.

Ich für meinen Teil bin unheimlich dankbar für diese Tage im Kloster Triefenstein, für die Brüder des Klosters

mit ihrer Offenheit und Leichtigkeit, für die Freundeskreisler, dessen Teil ich bin, für die Worte die ich

empfangen habe und für die Stille die ich erfahren habe.

Ach, noch eins, das Essen war super, die Betten auch.

Ich danke allen auf diesem Wege für die unvergesslichen Tage und freue mich auf ein Wiedersehen.

 

Eure Sabine